Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.

Kreisvereinigung Ortenau

31.08.2011
VVN-BdA Ortenau

Erklärung zum Antikriegstag 2011

„Man hat ja noch niemals versucht, den Krieg ernsthaft zu bekämpfen. Man hat ja noch niemals alle Schulen und Kirchen, alle Kinos und alle Zeitungen für die Propaganda des Krieges gesperrt. Man weiß also gar nicht, wie eine Generation aussähe, die in der Luft eines gesunden und kampfesfreudigen, aber Krieg ablehnenden Pazifismus aufgewachsen ist. Das weiß man nicht!“ Kurt Tucholsky

Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen das Nachbarland Polen. "Ab 5:45 Uhr wird zurückgeschossen", logen die Nazis. Die Welt stand in Flammen. Die Lehre aus dem 2. Weltkrieg konnte nur lauten: Nie wieder! Nie wieder Krieg - nie wieder Faschismus! Wie aktuell diese Forderung auch heute noch ist, zeigen die Kriege unter anderem mit deutscher Beteiligung von Jugoslawien über Afghanistan bis hin zu Libyen, betont die VVN-BdA Ortenau und bekräftigt darüber hinaus ihre Kritik an Veranstaltungen der Bundeswehr an Schulen und der Verbindung von universitärer und militärischer Forschung an den Hochschulen. Die VVN-BdA warnt an diesem historischen Datum vor einer Militarisierung der Gesellschaft. Es muss für den Frieden und nicht für Militär, Rüstung und Krieg geforscht und erzogen werden. Der 1. September lehrt uns auch: Jede Form von Menschenverachtung, Kriegsverherrlichung und Chauvinismus ist ein Angriff auf die Menschenwürde. Dies zu bekämpfen ist eine zentrale Aufgabe des Staates. Dafür müssen auch ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Die VVN-BdA fordert in diesem Zusammenhang alle politischen Vertreterinnen und Vertreter auf, die NPD und alle rechtsextremen Organisationen endgültig zu verbieten.

© VVN-BdA Ortenau